Beziehungsgefechte in deutschen Talkshows Liebesbrief als Liebesbeweis
Sep 27

Wer einmal eine Freundin sein eigen nennen durfte, die mit jedem erdenklichen Problem ihren ach so tollen besten Freund aufsuchte, hat gelernt, diesen Umstand aus tiefster Überzeugung zu hassen. Irgendwie kränkt das Verhalten solcher Damen die eigene Eitelkeit gewaltig. Wieso klärt sie Probleme nicht einfach mit ihrem Freund in Partnerform? Und was macht den besten Freund der Frau so einzigartig, dass er als erste Anlaufstelle für die verschiedensten Ratschläge dient?

Eins vornweg. Ich selbst hatte auch schon Freundinnen dieser Gattung, werde aber glücklicherweise derzeit von ihnen verschont. Es gehört nicht unbedingt zu den Erfahrungen, die ich noch mal brauche. Für meine gegenwärtige Liebste bin ich nicht nur Partner, sondern auch gleichzeitig derjenige, mit dem sie über alles und jeden reden und lästern kann. So sollte es auch sein, wenn man eine harmonische und dauerhafte Bindung anstrebt. Doch nicht jeder Mann hat das Glück, dass einem die Erfahrung “Bester Freund” erspart bleibt. Aus diesem Grund möchte ich im nächsten Abschnitt die Frage klären, wieso manche Frauen überhaupt einen vertrauten männlichen Freund brauchen?

Nun ja, so einfach lässt sich das leider nicht in eine einfache Antwort verpacken. Zum einen gibt es da Frauen, die schon seit ihrer Kindheit einen festen Kumpel ihr eigen nennen. Mit ihm haben sie in der Vergangenheit die verschiedensten Sachen erlebt, wodurch nach und nach eine tiefe emotionale Bindung entstehen konnte. Diese freundschaftliche Beziehung kann an sich mit einer Art Geschwisterliebe verglichen werden. Beide sind für einander da und können sich ausnahmslos alles anvertrauen. Da wird es für einen neuen (und noch so tollen) Mann schwer, diese Rolle einzunehmen. Ein weiterer Grund, wieso Frauen beste Freunde haben und auf deren Meinungen so extrem hohen Wert legen, ist die Tatsache, dass wahre Freunde die entsprechenden Ratschläge ohne Hintergedanken vermitteln. Sie stellen eine unabhängige Informations- und Beratungsquelle dar, der man sich gern bedient. Schließlich hören sie einem immer zu und haben Verständnis für die verschiedensten Nöte und Ängste. Nicht so der männliche Partner. (Zumindest wird dies angenommen) Er handelt und denkt weitestgehend in seinem Sinne und behält seine Vorteile klar im Auge. (Wahrscheinlich tut das im Grunde jeder Mensch) Daher braucht es oft eine gewisse Zeit, bis derart fixierte Frauen ihre Bezugsperson “bester Freund” vernachlässigen und dem eigentlichen Partner voll und ganz vertrauen.

Haben Sie daher etwas Verständnis und geben Sie Ihrer Partnerin die notwendige Zeit. Denn nicht zuletzt ist es das mangelnde Einfühlungsvermögen der meisten Männer, welches Frauen davon abhält, über all ihre Bedürfnisse und Sorgen mit ihrem Partner zu reden. Der beste Freund ist da anders, er hat immer ein offenes Ohr. Machen Sie ihm also schleunigst Konkurrenz und Sie müssen sich nicht länger mit Selbstzweifeln und sinnlosen Befürchtungen herumplagen.

So wichtig der beste Freund für die jeweilige Partnerin sein kann, es ist kein Geheimnis, dass die meisten Männer damit langfristig ein echtes Problem haben. Auch wenn sie anfangs drüber hinweg sehen und keine großen Wellen schlagen, über kurz oder lang, wird das besondere Verhältnis der Partnerin, wenn auch nur rein freundschaftlicher Natur, einige massive Beziehungsprobleme bereiten. Wenn Sie auf Dauer keinen Erfolg in dieser Hinsicht erzielen können, indem Sie klärende Gespräche führen, dann erzählen Sie Ihrer Partnerin doch zur Abwechslung mal von Ihrer besten Freundin! :lol:

4 Antworten zu “Frauen und ihr bester Freund”

  1. Nighthawk sagt:

    Interessanter Blog!
    Selbst habe ich die Erfahrung mit einem “besten Freund” nur einmal gemacht, mir ist es aber schon ein paar mal passiert, dass eine Freundin mich plötzlich ihren “besten Freund” nannte.
    Die deutliche Abneigung von ihrem (potentiellen) Partner konnte ich oft spüren. Gut geholfen hat es aber immer einfach sich bei ein paar Bier auszusprechen und die Freundin ermutigt doch erstmal mit ihrem Partner zu reden.
    Nighthawk

  2. Pat sagt:

    Die bittere Warheit Oo

  3. Cem sagt:

    Hallöchen ;-)

    O man O man. Da musst man gewaltig aufpassen, denn bei mir war der Fall, dass ich auf einmal bei seinem besten Freund als bester Freund vorgestellt wurden war, was ich nicht wusste und er wurde bei mir als bester Feund vorgestellt. Also hatte sie im Endeffekt zwei Beziehungen. LOL
    Wie sagt man? Durch fehler lernt man. Am besten die “Alte” direkt wegschieben ;-)

  4. Shadow sagt:

    Interessante Ansicht :-)

    Ich habe in meinem Leben schon alle DREI seiten der Medaille kennen gelernt und kann dazu nur eins sagen:

    Jeder, der die Beziehung zw. bestem Freund und Frau misstraut, weil er sich selbst nicht vorstellen könnte eine Beziehung (auf freundschaftlicher Ebene) mit einer Frau zu führen.

    Also ich persönlich verstehe diese Aufregung über die Institution “Bester Freund”, glaube aber, dass diese “Krise” mit ein wenig Vertrauen und ein/zwei Männerabende schnell überwunden werden kann.
    Sollten danach immernoch Zweifel die Beziehung gefährden, sollte man die eigene Beziehung nochmal überdenken oder man unternimmt mal was zu dritt, um die beiden im ausgelassenen Beisammensein zu beobachten und sich eine belegbare Meinung zu bilden.
    (dabei aber nicht überreagieren, wenn man was bemerkt, das einem nicht gefällt, es gibt schließlich für alles den richtigen Platz ;-) )

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